S K S......wir sind smart - und das seit 33 Jahren

 

 

 

 

1.)So exportieren wir ein Auto ins Ausland

 

 

Heute zeige ich euch welche Schritte notwendig sind, um ein Auto ins Ausland zu exportieren. Diese Anleitung ist für Händler hilfreich, die zum ersten Mal ein Auto zum Netto-Preis verkaufen. In diesem Beispiel soll das Fahrzeug nach Russland überführt werden, auf eigene Achse.

Im Autohaus

1. Die Exportrechnung
Auf der Rechnung darf keine Mehrwertsteuer ausgewiesen werden ! Es wird also nur der Nettobetrag angegeben und der Hinweis “steuerfreie Ausfuhrlieferung”. Infos zur Exportrechnung, siehe IHK.

2. Die Kaution
Aus Sicherheitsgründen sollte man eine Kaution in Höhe der Mehrwertsteuer einbehalten. Andernfalls, bleibst Du auf die MwSt. sitzen, falls der Kunde das Auto nicht ins Zielland überführt. Der Käufer erhält die Kaution zurück, sobald die Ausfuhr bestätigt wurde. Die Erstattung kann per Überweisung erfolgen, dazu die Kontodaten des Käufers schriftlich festhalten.

3. Zollnummer beantragen
Wer ein Auto in einem nicht EU-Land exportiert braucht eine Zollnummer, auch ERONI-Nummer genannt. Sie kann beim Informations- und Wissensmanagement Zoll (IWM Zoll) per Fax beantragt werden. Dazu muss das Formular “0870″ ausgefüllt werden. Hier kann die ERONI-Nummer beantragt werden: IWM Zoll – ERONI-Nummer. Rechts unten unter “Formulare zum Thema” findest Du das Formular. Nicht vergessen: erforderliche Unterlagen, wie Gewerbeanmeldung, mit faxen. Ebenso wichtig, eine Sendebestätigung ausdrucken. Einige Zollämter möchten gerne sehen, dass der Antrag gestellt wurde.

4. Ausfuhranmeldung
Eine Ausfuhranmeldung erhält man von einem Spediteur oder Dokumentenservice. Diese Anmeldung enthält Informationen zu Verkäufer, Käufer und Ware. Um die Ausfuhranmeldung zu erstellen, benötigt die Spedition/Dokumentenservice folgendes: Kopie vom Fahrzeugbrief, Kopie der Exportrechnung, Art des Transports (eigene Achse) und Grenzzollamt, wo die EU verlassen wird. Die benötigten Dokumente und Angaben können per Email verschickt werden, so spart man Weg und Zeit. Der Dokumentenservice übersendet einem eine sog. MRN (Movement-Reference-Nummer), die vom Zollamt verlangt wird, damit der Zollbeamte elektronischen Zugriff auf die Ausfuhranmeldung hat. Kosten: ca. 25,- Euro netto. Ich kann folgenden Dokumentenservice empfehlen: www.d-zoll.de (DokumentenService Schulz in Essen).

Nachdem die 4 Punkte erledigt sind, begeben wir uns zur Zulassungsstelle. Wichtig: Das zu exportierende Auto und der Käufer müssen mit !

 

 

In der Zulassungsstelle

5. Ausfuhrkennzeichen
Bei der Zulassungsstelle werden die Ausfuhrkennzeichen beantragt. Wichtig: Sag dem Sachbearbeiter, dass ein “grünes Buch” benötigt wird (ca. 5€). Es handelt sich hierbei um den internationalen Zulassungsschein.

Nach erfolgreicher Zulassung begeben wir uns zum zuständigen Zollamt. Die Zuständigkeit hängt vom Firmensitz ab. Sollte das Autohaus z.B. in Recklinghausen seinen Sitz haben, dann ist das Zollamt in Gelsenkirchen die richtige Adresse.

Beim Zollamt

6. Zollamtliche Anmeldung
Beim Zollamt müssen folgende Unterlagen vorgelegt werden: Personalausweis des Käufers/Fahrers, Kfz-Brief (Zulassungsbescheinigung Teil II), MAN-Nummer (Ausfuhranmeldung). Nachdem der Zollbeamte die Formalitäten erledigt und die Fahrzeug-Ident-Nummer überprüft hat, wird die einmal abgestempelte Ausfuhranmeldung ausgehändigt. Die Kopie erhält das Autohaus.

7. Grenzzollamt
Beim letzten Grenzzollamt, wo die EU verlassen wird, wird die Ausfuhranmeldung zum zweiten Mal abgestempelt. Diese Gewissheit holt man sich vom Dokumentenservice/Spedition.

Autohaus

8. Rückerstattung der Kaution
Wurde die korrekte Ausfuhr bestätigt, so kann dem Käufer die hinterlegte Kaution zurückgezahlt werden.

Quelle: convictorius.de

http://www.convictorius.de/2012/03/beispiel-so-exportieren-wir-ein-auto-ins-ausland/

Mit freundlicher Genehmigung von:
Victor Reichenberg
Castroper Str 204
45665 Recklinghausen
,Telefon: 02361 / 4059657
Email: bachgoldberg[at]gmail.com


 

 

2.)Kfz-Export in Länder außerhalb der EU
Kauf

Beim Händlerkauf wie auch beim Kauf von Privat sollte in jedem Fall ein schriftlicher Kaufvertrag geschlossen werden.
Wenn das Fahrzeug ein Geschenk oder ein Erbstück ist, sollte dies durch einen schriftlichen Schenkungsvertrag bzw. eine Bestätigung des Testamentsvollstreckers nachgewiesen werden können.
Wird das Fahrzeug bei einem Händler gekauft, kann mit diesem die Rückerstattung der deutschen Mehrwertsteuer vereinbart werden, wenn als "Abnehmer der Ware" eine außerhalb der EU lebende Person genannt wird. Eine gesetzliche Verpflichtung zur Rückerstattung besteht für den Händler nicht, es ist deshalb ratsam, diesen Punkt im Kaufvertrag schriftlich festzuhalten.
Die Rückerstattung erfolgt ausschließlich durch den Händler, bei dem das Fahrzeug gekauft wurde - nicht durch die deutsche Zoll- oder Finanzbehörde!
Ursprungsnachweis
Die EU hat mit vielen Ländern, u.a. Krotien, Bosnien-Herzegowina, sog. Präferenzabkommen geschlossen, die eine Zollermäßigung oder Zollbefreiung zum Inhalt haben. Fragen Sie beim Zollamt des Ziellandes nach, ob ein solches Abkommen mit der EU existiert. Wenn Sie die Zollvergünstigung in Anspruch nehmen zu möchten, brauchen Sie den sog. „Ursprungsnachweis“, in dem vom Hersteller oder von der Industrie- und Handelskammer erklärt wird, wo das Fahrzeug produziert wurde.
Am gebräuchlichsten und immer richtig ist die sog. Warenverkehrsbescheinigung "EUR.1". Sie wird vom Zollamt des Ausfuhrlandes ausgestellt, wenn dort der „Ursprungsnachweis“ (s.o.) vorgelegt wird. Das EUR.1-Formular muss entweder maschinell oder handschriftlich mit Tinte ausgefüllt und vom Ausführer datiert und unterschrieben sein. Erhältlich ist es bei Händlern, Zollämtern oder – mit ausführlichen Informationen – bei den Industrie- und Handelskammern.
Versicherung und Zulassung
Um ein Fahrzeug aus Deutschland zu exportieren, muss ein Ausfuhrkennzeichen (auch Zollkennzeichen genannt) bei der Zulassungsstelle am Kaufort beantragt werden. Voraussetzung dafür ist der Abschluss einer Ausfuhrversicherung, die in jeder ADAC Geschäftsstelle erhältlich ist:
Nur wenn das Fahrzeug mit Ausfuhrkennzeichen ausgeführt wird, kann die für die Mehrwertsteuer-Rückerstattung notwendige zollamtliche Ausfuhrbestätigung erteilt werden!
Ausfuhr
Fahrzeuge, die von einer Privatperson zum privaten Gebrauch gekauft wurden und mit Ausfuhrkennzeichen ausgeführt werden, müssen nicht eigens beim Verlassen der Europäischen Gemeinschaft zur Ausfuhr angemeldet werden. Für statistische Zwecke kann jedoch vom letzten Zollamt der EU das sog. Einheitspapier, das die Ausfuhr amtlich bestätigt, ausgestellt werden.
Wenn Sie mit dem Händler die Rückerstattung der Mehrwertsteuer vereinbart haben, sollten Sie nicht vergessen, sich beim Verlassen der EU eine Ausfuhrbestätigung stempeln zu lassen.


Transit

Wenn Sie auf dem Weg in das Zielland durch Nicht-EU-Länder fahren müssen, sollten Sie damit rechnen, dass bei der Einreise dort eine Kaution verlangt wird, die sicherstellen soll, dass das Fahrzeug nicht im Transitland bleibt. Eine solche Zollsicherheit ist grundsätzlich rechtens; sie darf maximal so hoch sein, wie die Einfuhrabgaben bei einer definitiven Einfuhr im Transitland wären. Die Kaution wird bei der Ausreise wieder zurückgezahlt.
Einfuhrzollabfertigung
B eim Grenzzollamt des Ziellandes muss das Fahrzeug zur Einfuhr angemeldet werden. Um Probleme bei der Zollabfertigung zu vermeiden, empfehlen wir, vorab Auskunft über die aktuellen Einfuhrabgaben und eventuelle Einfuhrbeschränkungen bei der Zollbehörde des Importlandes einzuholen.


                  

 

 

 

SKS Kraftfahrzeuge GmbH (info@sks-auto.de)Hingbergstr.137  |  0208-33324 / Filiale Kuhlendahl 0208/62673577 (info@sks-auto.de)Kuhlendahl 6-8